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Dienstag, der 09. Februar 2010
 

 

Italia´90

 

 

Roger Milla war der Matchwinner im ersten Achtelfinal-Match für Kamerun gegen Kolumbien. 90 Minuten brachen die Teams die Abwehrreihen des Gegners nicht entscheidend durch, doch dann schlug der 38-jährige Lambada-Tänzer Roger Milla zu. Seine beiden Tore zum 1:0 und 2:0 (106. und 109.), wobei sich Kolumbiens Torhüter Higuita beim zweiten Treffer außerhalb des Strafraums einen fatalen Ballverlust leistete, bedeutete der Todesstoß für die Südamerikaner, deren Gegentor zum 1:2-Endstand zu spät fiel. Erstmals erreichte ein afrikanisches Team das Viertelfinale einer WM.

Tomas Skuhravy, Torjäger der CSFR, schoss mit seinen drei Treffern Costa Rica fast im Alleingang ab. Eine Stunde lang gestalteten die Mittelamerikaner die Begegnung noch ausgeglichen. Dann setzte sich die Spielstärke der Osteuropäer durch. Mit 4:1 fiel der Sieg letztlich eindeutig aus.

Das Achtelfinale

Roger Milla

Jürgen Klinsmann

Zwei Favoriten des Turniers trafen mit Brasilien und Argentinien in Turin aufeinander. Die Kicker vom Zuckerhut beherrschten den Rivalen aus Südamerika zwar über weite Strecken der Spielzeit, doch außer einigen Alu-Treffern sprang nichts aus den Angriffsbemühungen heraus. Ein unnachahmliches Solo von Diego Maradona zehn Minuten vor dem Abpfiff leitete die Entscheidung der Auseinandersetzung ein. Seine Vorlage im Anschluss des Slalomlaufes erhielt Canigga, der sich die Chance zum 1:0-Sieg nicht nehmen ließ.

Deutschland musste sich nicht zum ersten Mal mit den Niederlanden messen, die zwei Jahre zuvor bei der EM noch 2:1 siegten. Der Mailänder Angreifer Jürgen Klinsmann schoss das 1:0 und sein Vereinskollege Andy Brehme sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Libero Ronald Koemann durfte noch einen umstrittenen Elfer verwandeln, doch der kam zu spät.

Irland und Rumänien verließen sich auf das Motto „Safety first“ und brachten in 120 Minuten keinen Ball über die Torlinie. Erst im Elfmeterschießen trafen die Akteure, bis auf den Rumänen Timofte, der an Torwart-Oldie Bonner scheiterte und Irland ins Viertelfinale hievte.

Gastgeber Italien blieb auch im Achtelfinale ohne Gegentor. Gegen die im Angriff harmlosen Uruguayer reichten die Tore des neuen Stars Schillaci und des eingewechselten Serena zum 2:0-Erfolg. Ganz Italien feierte den Süditaliener Schillaci, der vor der WM nicht einmal bei seinem Verein Juventus Turin einen Stammplatz sicher hatte.

Nach den Leistungen in der Vorrunde gingen die Spanier favorisiert ins Spiel gegen Jugoslawien. Doch die Männer vom Balkan wussten sich zu steigern und hatten in Stojkovic, der zwei Treffer zum 2:1-Sieg n.V. erzielte, ihren Matchwinner. Salinas hatte zwischenzeitig für Spanien, das in der Verlängerung nicht mehr zulegen konnte, den Ausgleich erzielt.

Beim Spiel England gegen Belgien traf der eingewechselte Mittelfeldakteur David Platt zum 1:0-Sieg ins Tor des bis dahin unüberwindlichen Torhüter Michel Preud’homme. Somit vermieden die Engländer das bei ihnen nicht sonderlich beliebte Elfmeterschießen.

Vergeblich rannten die überlegen Jugoslawien gegen das Abwehr-Bollwerk der Argentinier an, die selbst kaum gefahrbringend vor dem Tor von Schlussmann Ivkovic auftauchten. So musste das Elfmeterschießen entscheiden, wobei sich Goycochea im Tor der Gauchos mit zwei gehaltenen Strafstößen besonders auszeichnete. Stojkovic, Brnovic und Hadzibegic scheiterten bei Jugoslawien, während Maradona und Troglio ihre Elfer nicht verwandeln konnten.

Das Viertelfinale

 

Toto Schillaci

Keinem anderen als ‚Toto’ Schillaci blieb es vorbehalten, den Siegtreffer für Italien gegen Irland zu markieren. Der schon in der 38. Minute gefallene Treffer ließ die Italiener wieder auf totale Defensive umschalten, was für die Iren eine unüberwindliche Strategie bedeutete. Dabei half es auch nicht, dass im zweiten Durchgang der gesamte Angriff der Kicker von der ‚Grünen Insel’ ausgewechselte wurde. Italien blieb weiterhin ohne Gegentreffer.

Bis zur 82. Minute führte Kamerun gegen England mit 2:1 und die Sensation war greifbar nahe. Doch zwei Foulelfmeter von Mittelstürmer Gary Lineker (83. und 105.) zerstörten die Halbfinalträume der Schwarzafrikaner. Die Pionierleistung der Kameruner hatte jedoch Auswirkungen. Den Afrikanern wurden für die WM 1994 erstmalig drei Endrundenplätze zugesagt.

Deutschland musste sich mit der gegen Costa Rica so furios aufspielenden CSFR messen. Lothar Matthäus brachte den Favoriten per Foulelfmeter in der 24. Minute in Führung. Nur mit viel Mühe rettete das Beckenbauer-Team das 1:0 über die Zeit und erreichte die das Halbfinale.

Lothar Mattäus

Das Halbfinale

Walter Zenga

In Neapel, der aktuellen Heimat des argentinischen Superstars Maradona, trafen Italien und Argentinien aufeinander. In diesem brisanten Umfeld gingen die Italiener wieder durch Schillaci, der seinen fünften Treffer unterbrachte, in Führung (17.). Erneut zogen sich die abwehrstarken Italiener zurück und überließen den Gauchos das Übergewicht. Doch in diesem Spiel hatten sie die falsche Taktik gewählt, denn unter der Regie von Maradona kamen die Südamerikaner immer wieder gefährlich vor das Tor des bis dahin in diesem Turnier unbezwungenen Schlussmanns Walter Zenga. In der 67. Minute verlängerte Caniggia gegen den in dieser Situation indisponierten Zenga per Hinterkopf eine Olarticoechea-Flanke ins italienische Tor. Trotz eines zweifelhaften Platzverweises an Giusti hielten die geschwächten Argentinier das 1:1 bis zum Elfmeterschießen. Wieder war Goycochea der Held der Südamerikaner. Donadoni und Serena scheiterten an dem Torhüter und an ihren Nerven. Der amtierende Weltmeister hatte es wieder ins Finale geschafft.

Wieder einmal traf Deutschland im Semifinale auf den alten Rivalen England. Die frühe 1:0-Führung durch einen Freistoß von Andy Brehme täuschte etwas darüber hinweg, dass die Engländer zumindest gleichwertig spielten. Der Ausgleichstreffer von Gary Lineker zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war hochverdient. Beim folgenden Elfmeterschießen zeigten die Deutschen starke Nerven und Brehme, Matthäus, Riedle und Thon verwandelten ihre Elfer, während Pearce (Illgner hielt) und Waddle (jagte das Leder übers Tor) versagten. Deutschland stand zum fünften Mal im WM-Finale.

Das Finale

Siegtor im WM-Finale

In einem unspektakulären Spiel um den dritten Platz siegte Italien gegen die Engländer dank eines Elfmeter von Schillaci in der 85. Minute mit 2:1. Zuvor hatten Roberto Baggio (70.) und David Platt (80.) das 1:1 erzielt.

Das Endspiel zwischen Deutschland und Argentinien war nicht das Highlight des Turniers. Die knisternde Spannung einer niveauarmen Partie fand ihren Höhepunkt in der 85. Minute, als Rudi Völler im Strafraum der Argentinier zu Fall kam. Schiedsrichter Mendez (Mexiko) zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Andreas Brehme ließ sich nicht beirren und schoss das Leder flach ins linke äußere Toreck. Deutschland war nach 1954 und 1974 zum dritten Mal Fußball-Weltmeister.


UN'ESTATE ITALIANA

Forse non sarà una canzone a cambiare le regole del gioco
ma voglio viverla cosi quest'avventura senza frontiere e con il cuore in gola.
E il mondo in una giostra di colori e il vento accarezza le bandiere
arriva un brivido e ti trascina via e sciogli in un abbraccio la follia.
Notti magiche inseguendo un goal sotto il cielo di un'estate italiana
e negli occhi tuoi voglia di vincere un'estate, un'avventura in più.
Quel sogno che comincia da bambino e che ti porta sempre più lontano
non è una favola e dagli spogliatoi escono i ragazzi e siamo noi.
Notti magiche inseguendo un goal sotto il cielo di un'estate italiana
e negli occhi tuoi voglia di vincere un'estate, un'avventura in più...
...un'avventura, un'avventura in più, un'avventura goal !

 
 
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